
Üblichen Zutaten wie Doublebass und Downtuning verpassen die Spanier eine gehörige Portion Spannung in Form von Tonartwechseln und gekonntem Riffing. "Melting Point" startet filmmusikreif und versprüht einen traurigen, hoffnungslosen Endzeit-Charme, dem man nach den ersten Takten verfällt und fast süchtig hinterherhechelt.
»Hoffentlich geht das noch lange«, denkt man und ist voll auf Entzug, wenn die Nummer ausklingt. Nochmal hören muss sein. Und wieder ist es fast wie Abschied nehmen, als der Track endet. Auch "Run" verbreitet angenehme Tristesse mit spitzen Pianoklängen und sirenenhaften Vocals - Gitarre und Drums halten sich unauffällig zurück und lassen die Szenerie wirken. Schaurig, schön, toll, Kompliment.
Ähnlich "Headache", ist auch das letzte Stück, "Path Of Silence" etwas flotter. Das heißt, die Grundstimmung ist wie gehabt, aber die Gitarre sägt härter und Bass & Drums knallen heftiger. Über allem wieder Eva mit diesen süchtigmachenden Vocals.
Schade, äußerst schade, dass es nur eine Demo-Scheibe ist, welche sich nun bereits zum x-ten Mal im Player dreht. Bitte den Longplayer bald nachlegen, damit keine Entzugserscheinungen auftreten. Bis dahin muss die Demo reichen. Zum 100sten Mal genieße ich die Zeitlupen-Doublebass und das klare Gitarrensolo in "Headache" - und ach, die Vocals...